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Die 34 Bergrettungsstellen im Alpenverein Südtirol gewährleisten gemeinsam mit jenen 22 des Nationalen Bergrettungsdienstes CNSAS den Bergrettungsdienst im Land Südtirol. In Zusammenarbeit mit den verschiedenen Hilfsorganisationen Südtirols ist man 365 Tage im Jahr einsatzbereit, wenn es heißt in Not geratenen Menschen zu helfen.
Nicht immer ist es leicht den Notfallort zu erreichen, oftmals setzen die Hilfsmannschaften ihr eigenes Leben dabei aufs Spiel. Ziel soll es aber sein, daß bei einem Notfall nicht nur die in Not geratenen Personen heil nach Hause kommen, sondern auch die Rettungsmannschaften.
So hat man am 09. Februar erstmals in Kuppelwies, im Ultental, einen Kurs zum Fahren auf Schnee und Eis organisiert. Damit dieses Vorhaben realisiert werden konnte, war das Zusammenspiel zwischen der Fahrsicherheitsschule vom ACI-Südtirol sowie dem Amt für Führerscheine und Fahrbefähigungen der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol gefragt.
Der ACI-Südtirol verfügt bereits seit einigen Jahren im Ultental-Kuppelwies über eine Schnee&Eis-Fahrsicherheitspiste hinter dem Zoggler Stausee, auf welcher Kurse für die verschiedensten Berufssparten ausgetragen werden. Speziell für den Bergrettungsdienst gingen die Instruktoren des ACI-Südtirol auf die Bedürfnisse des Bergrettungsdienstes ein, damit die Fahrt zum Einsatz nicht selbst zum Notfallgeschehen wird.
Mit 3 Einsatzfahrzeugen nahmen 12 Kursteilnehmer an dieser ganztägigen Veranstaltung teil, in welcher diverse Notsituationen geübt worden sind. So ist das richtige Verhalten bei Notbremsungen auf eisigem Untergrund nebst Ausweichen von Hindernissen ein Thema gewesen.
Turbulent ging es zu als man die Kurvenbereiche befuhr, wobei mancher Teilnehmer recht erstaunt war wie schnell sich ein Geländefahrzeug um die eigene Achse drehen kann. Von der Begeisterung an den realitätsnahen Übungen überzeugte sich der Direktor des ACI Südtirol, Dr. Guido Sommavilla persönlich.
Besonders in Einsatzsituationen, wenn Eile geboten ist, müssen sich die Fahrer von Einsatzfahrzeugen bewußt sein, wie ihr Fahrzeug auf eisigem Untergrund reagiert. Die Teilnehmer kamen bis zum Ende der Veranstaltung zur Überzeugung, daß es in besonderen Situationen wichtiger ist Ruhe zu bewahren, als mit Hast und Eile zu walten. Besonders beim Befahren eines steilen, beschneiten Hanges konnte jeder Teilnehmer selbst merken, wie schnell ein Fahrzeug abrutschen kann.
Im Anschluß an die Veranstaltung wurden noch die gesetzlichen Thematiken zum Fahren mit Einsatzfahrzeugen behandelt, denn Fahren mit Blaulicht und Sirene bedarf großer Verantwortung eines jeden Fahrers.
Die Teilnehmer waren in der Abschlußbesprechung sehr angetan von der Professionalität, welche die Instruktoren des ACI-Südtirol den Teilnehmern entgegengebracht haben. Man war einstimmig der Meinung, daß eine Sensibilisierung in dieser Materie ein Schritt nach vorne ist.
Dieser erste Schritt in dieser Ausbildungssparte war sicherlich ein richtiger Schritt für die Sicherheit der Bergrettungsmannschaften. Man versucht diese Ausbildungsreihe im Rahmen des Möglichen auszuweiten und noch weitere Kurse zu organisieren.
Der Bergrettungsdienst im Alpenverein Südtirol möchte sich an dieser Stelle beim Amt für Führerscheine und Fahrbefähigungen sowie beim ACI-Südtirol für die Realisierung dieses ehrgeizigen Vorhabens recht herzlich bedanken.

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