1. Die Gründerjahre
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde am 29. März 1947 die AVS-Sektion Sterzing und dieser folgend, eine Bergrettungsgruppe gegründet. Ausgegangen war die Idee zur Gründung einer solchen von der Winkler-Staffel, eines damals weitum bekannten Sport- und Freizeitclubs. Wie bei allen anderen Rettungsstellen auch, war damals an Ausrüstung und finanziellen Mitteln überhaupt nichts vorhanden. Dafür aber Begeisterung, hervorragende Kameradschaft und Einsatzbereitschaft. Nur wenig später, hatte die bergbegeisterte Gruppe die ersten Einsätze im Skigebiet Zirog-Brennerbad zu verzeichnen in welchem die Mannschaft auch den sonntäglichen Pistendienst – einen der ersten seiner Art überhaupt – versah. Die damaligen Pistenrettungen mit der Holzakja waren nicht immer gefahrlos. Mitunter unglaublich zeit- und kraftaufwendig waren auch die ersten Sommerbergungen: der Abtransport von Verletzten war – wie bei widriger Witterungerung, Nacht oder Nebel übrigens auch heute noch – nur zu Fuß möglich. Größere Felsbergungen waren zwar seltener als heute, Abstürze in der Hochferner-Nordwand im Pfitschtal gab es aber auch damals schon. Die Alarmierung erfolgte ziemlich umständlich und sehr zeitraubend: mit dem Fahrrad wurden die verfügbaren Burschen zusammengetrommelt, bevor man zu Fuß, mit dem Rad, selten auch mit einem Automobil aufbrechen konnte.
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